Abendvortrag

Speaker:

Karin Harasser  Was wichtig gewesen sein wird. Schwache spekulative Gesten im Film und in der Geschichtsschreibung
Spekulative Gesten gibt es in unterschiedlichen Zeitformen. In der Moderne bestehen sie häufig darin, weit voraus oder tief zurück in die Vergangenheit zu greifen. Die Einsicht in die Verschlossenheit der Zukunft im Zeitalter des andauernd Neuen hat nicht verhindert, dass diese andauernd ausgemalt wurde. Parallel dazu gab und gibt es Spekulationen im Futur II: Ein „zögerndes Geöffnetsein“ (S. Kracauer) auf die Zukunft hin, das die Festheit der Gegenwart bezweifelt und kleine spekulative Choreographien ausprobiert. Mit Blick auf Historiographie und Film skizziert der Vortrag diese Tradition eines schwachen Futurismus.